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Sachorientierte Zusammenarbeit oder siegt der Populismus?!

Markt   11.07.2018

Sachorientierte Zusammenarbeit oder siegt der Populismus?!

Bad Oldesloe ist eine Stadt, in der man sich wohlfühlen kann. Eine Stadt mit vielen Besonderheiten und vielen positiven Seiten.

Aber auch eine Stadt mit offenen Punkten. Mit Problemen – lösbaren Problemen – wie  z.B.: bezahlbarer Wohnraum, defizitärer Haushalt, Attraktivierung der Innenstadt, Ausbau der Kitaplätze, Straßenpflege und Reparatur und vielen Dingen mehr.

Mit Sicherheit ist Bad Oldesloe kein Shangri-La, also ein Ort im Himalaya, in dem paradiesischer Frieden und  immerwährende Brüderlichkeit herrschen.

Die derzeitige politische Zusammensetzung der Oldesloer Stadtvertretung mit  8 Parteien / Gruppierungen ist neu und für alle Beteiligten eine große Herausforderung.

Ein wesentlicher Teil dieser Herausforderung besteht darin, lösungsorientiert  an alle Themen heran zu gehen. Das geht nur, wenn stets Kompromissbereitschaft  auf der Sachebene gelebt wird. Also nicht nach der von einigen politisch Engagierten gelebten Praxis: „Warum sachlich, wenn es auch persönlich geht“ (A. Kuh).

Und, last but not least, wenn auf Populismus vollständig verzichtet wird. Populismus, den man auch als nicht politisch Interessierter schnell erkennen kann. Populisten brauchen für ihren Erfolg immer ein  Feindbild (einer muss immer der Böse sein) oder ein apokalyptisches Szenario (Hausbesitzer werden wegen Überschuldung von Haus und Hof gejagt).

Also, wenn alle Stadtverordneten und Ausschussmitglieder stets sachorientiert, kompromissbereit und ohne populistische Allüren an die  dringenden Oldesloer Themen herangehen, wird vielleicht am Ende der jetzigen Wahlperiode unsere Stadt ein klein wenig besser da stehen.

Die Diskussionen um die Neuausschreibung des ÖPNV und die von Bad Oldesloe gewünschten Erweiterungen und Änderungen lassen da auf einen guten Ansatz in dieser Richtung hoffen. Auch die ‚Unaufgeregtheit‘ der Oldesloer Politik zum Thema ‚Zaun um den Kunstrasen‘ auf dem Exer zeugen durchaus von einer neuen Gelassenheit.

Allen Oldesloerinnen und Oldesloern wünsche ich eine schöne und erholsame Sommerzeit!

Dieter Hoffmann, CDU Bad Oldesloe

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Jede zweite Lehrstelle ist noch unbesetzt

Stormarner Tageblatt   09.07.2018

Jede zweite Lehrstelle ist noch unbesetzt

Bade Oldesloe Bei der Suche nach Auszubildenden für den Start im Herbst sind Stormarns Unternehmen in der heißen Phase. Seit Herbst vergangenen Jahres haben sie der Arbeitsagentur 1387 Lehrstellen gemeldet, gut vier Prozent mehr als im Vorjahr. Auf der anderen Seite ging die Zahl der Interessierte an einer dualen Ausbildung zurück. 1041 junge Leute haben sich seit Herbst gemeldet. Das sind fast 20 Prozent weniger als im Vorjahr.

2017 hatte man noch vom doppelten Abiturjahrgang profitiert. Zudem meldeten sich vermutlich weniger bei der Agentur, weil sie angesichts der guten Marktlage schon etwas gefunden hatten. Und generell macht weiter der Trend zum weiteren Schulbesuch anstelle einer dualen Ausbildung den Firmen das Leben schwer. Das gilt vor allem bei Kaufleuten im Einzelhandel, Verkäufern, Lagerlogistikern oder Berufskraftfahrern.

Die Hälfte der Ausbildungsplätze – 670 – sind noch unbesetzt. Auf der anderen Seite gibt es nur noch 354 junge Bewerber, die noch keine passende Stelle gefunden haben Deshalb appelliert die Chefin der Oldesloer Arbeitsagentur, Heike Grote-Seifert, an junge Leute, die sich noch nicht bei der Berufsberatung gemeldet haben, sich bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz helfen zu lassen. „Es bestehen auch jetzt noch gute Chancen. Mit einem Ausbildungsvertrag in der Tasche kann man die die Ferien richtig genießen.“ Termine bei den Berufsberatern können per Mail an badoldesloe.151-u25@arbeitsagentur.de oder telefonisch unter der (0800) 4555 500 vereinbart werden.

rob

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Sondersitzung wegen ÖPNV

Stormarner Tageblatt   09.07.2018

Sondersitzung wegen ÖPNV

Bad Oldesloe Welchen Busverkehr benötigt Bad Oldesloe in der Zukunft? Diese Frage wollen die Mitglieder des Bau- und Planungsausschuss heute auf einer Sondersitzung beantworten.

Die Zeit drängt, weil die Ausschreibung des Kreises für die Jahre 2019 bis 2029 direkt nach der Sommerpause des Kreisverkehrsausschuss auf die Reise gebracht werden soll, noch bevor sich die Oldesloer Politiker wieder treffen. „Wir machen das also in unserer Ferienzeit und zeigen damit auch, wie wichtig es uns ist und wie sehr wir uns reinhängen“, so Matthias Rohde (FBO), Vorsitzender des BPA.

Um heute Abend eine Entscheidung treffen zu können, ließen sich die Ausschussmitglieder von der Stadtverordnetenversammlung die Kompetenz übertragen, in dieser Sache selbstständig entscheiden zu können. Doch darüber, wie weit diese Entscheidungsgewalt gehen darf, gingen die Meinungen trotz der Einigkeit in den meisten Punkten auseinander. „Wir können es nicht mittragen, das es im Beschlussvorschlag heißt, dass der BPA auch die finanziellen Auswirkungen festlegen darf. Das ist Sache des Finanzausschuss und der Stadtverordnetenversammlung“, sagte Anita Klahn (FDP). „Ohne die finanziellen Auswirkungen zu kennen und zu benennen, müssen wir uns nicht zusammensetzen. Wenn es zum Beispiel darum geht, ob wir Erdgasbusse mit in der Ausschreibung haben wollen, müssen wir wissen, welche finanziellen Konsequenzen das hat“, wollte Wilfried Janson (Grüne) keine Abstriche bei der Entscheidungskompetenz machen.

„Wenn die Ausschreibungsergebnisse vorliegen, wird das doch sowieso der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt und wir können streichen, was wir nicht wollen, beziehungsweise was zu teuer ist“, ist sich hingegen Hans-Hermann Roden (SPD) sicher.

Am Ende entschied man sich mehrheitlich dafür, dass der BPA in seiner Sondersitzung am heutigen Montag die Kriterien selbstständig festlegen darf, die in die Ausschreibung des Kreises aufgenommen werden sollen. Die Ergebnisse werden nach der Ausschreibung dann sowohl im Ausschuss als auch im Finanzausschuss und der Stadtverordnetenversammlung diskutiert.

Der Bauausschuss tagt öffentlich um 19 Uhr im Sitzungszimmer des Stadthauses. Fragen zum Thema können in der Einwohnerfragestunde zu Beginn gestellt werden. nie

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Von nix wird nix besser

Stormarner Tageblatt   07.07.2018

Stormarner Wochenschau

Von nix wird nix besser

„Wir sind bald am Ziel ...“Megi Balzer
„Wir sind bald am Ziel …“Megi Balzer

Abgefahren Freunde der sportlichen Fortbewegung, genug pedaliert für dieses Jahr. Das Stadtradeln ist schon wieder vorbei. Zigtausende Kilometer sind dafür auch in Stormarn dieses Jahr wieder zurückgelegt worden. Wobei … „dafür“ trifft es natürlich nicht, denn viele Strecken werden ohnehin gefahren. Da wird nicht die Bohne Kohlendioxid eingespart, wenn der ADFC seine Radtouren einträgt oder Klassen ihren Weg zur Schule und wieder zurück.

Ja, okay, der eine oder andere mag dazwischen sein, der bei einer solchen Aktion feststellt: Radfahren ist ja gar nicht schlimm, das fühlt sich sogar gut an. Geschenkt. Stadtradeln ist und bleibt eine Alibi-Veranstaltung. Wer nachhaltig Begeisterung fürs Radfahren wecken will, der muss die Bedingungen für Pedalisten verbessern, der muss in die Infrastruktur investieren. Seit wie vielen Jahren wird beispielsweise über vernünftige Abstellmöglichkeiten am Oldesloer Bahnhof diskutiert ohne, dass es spürbare Verbesserungen gibt? Die Radspur längs der Oldesloer Hagenstraße ist nicht nur eine Zumutung, sie ist auch gefährlich, und in der Lübecker Straße stand plötzlich ein Gerüst auf dem Radweg. Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Niemand würde es wagen, Autofahrer so zu behandeln, mit Radlern kann man es ja machen. Aber Hauptsache schön beim Stadtradeln dabei. Da zeigt sich leider, dass in Sachen umweltfreundlicher Mobilität erst wenig bis gar nichts erreicht ist – zu groß ist immer noch die Dominanz des Autos. Es ist noch ein langer Weg, ehe sich in den Köpfen der Planer und Entscheider in dieser Hinsicht etwas ändert.

Drumherum Den Exer einzäunen? Einige hätten das natürlich nur zu gerne. Aber bislang zeigt Politik keinerlei Neigung, an der bestehenden Situation etwas zu ändern. Dafür wird der Kunstrasenplatz von Kindern und Jugendlichen einfach viel zu gut angenommen, da ist ständig Betrieb – jenseits des Vereinssports. Die Klagen oder Anträge des VfL sind einfach zu durchsichtig. Dem Sportverein geht es in erster Linie um ureigene Interessen, da geht es um Machtspielchen und Geld. Wenn echte „Platznot“ eine Rolle spielen würde und vermehrt verlässliche Trainings- und Ligaspielzeiten benötigt werden – bestimmt kein Problem, der SV Türkspor stellt die im Kurpark mit Sicherheit gerne zur Verfügung. Aber dann müsste sich der VfL ja an den Kosten beteiligen – und das hat er in der Vergangenheit immer abgelehnt. Von daher kann die Not nicht so groß sein.

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Sie schießen den Vogel ab

Stormarner Tageblatt   06.07.2018

Die Jungs mussten in die Verlängerung / Mädchen reichte sechster Durchgang

 

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Hochspannung beim Höhepunkt des Oldesloer Vogelschießens, dem Wettkampf der Achtklässler der weiterführenden Schulen um die Königswürden. Über zwei Stunden dauerte dieses Mal die Entscheidung. Während bei den Mädchen im sechsten Durchgang Emily Drüke (14, Ida-Ehre-Schule) den Vogel um 12.20 Uhr endlich aus der Befestigung schießen konnte, ging es bei den Jungs nur einige Meter weiter in die Verlängerung. Und es passierte sogar etwas, was laut erfahrenen Vogelschießen-Veteranen – darunter die Hausmeister, die die Vögel bauen und betreuen – noch nie vorgekommen ist: Es blieb ein halber Vogelkörper hängen. Als sich ein junger Schütze schon als König fühlte, weil der Vogel begann abzustürzen, zeigte sich, dass eine Hälfte noch zu fest war.

Auch die nächsten Schützen trafen im siebten Durchlauf nicht entscheidend. Schließlich war es Thor Damm von der Theodor-Storm-Schule, der gegen 13 Uhr den Bolzen an der richtigen Stelle platzieren konnte. „Ich wollte gar nicht gewinnen, habe mich aber dann doch entschieden, mich zu bemühen, weil das ja sonst ehrlos gewesen wäre“, so der junge König. „Ganz ehrlich? Ich bin total schockiert gerade. Ich war da gar nicht drauf eingestellt, hätte nicht damit gerechnet“, sagte er. „Seine“ Königin Emily war da schon souveräner. Stolz zeigte sie den Fotografen ihre Trophäe. Gewinnen, so gab sie zu Protokoll, wollte sie eigentlich auch gar nicht. Beide erhielten eine wertvolle gespendete Uhr und 300 Euro für ihre Klassenkasse. Zudem dürfen sie sich ein Jahr lang als Majestäten der Stadt fühlen und wurden auf dem Marktplatz am Abend nochmal gefeiert.

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