Archiv der Kategorie: Presseartikel

Kreisstadt gründet Wirtschaftsbeirat

Stormarner Tageblatt  30.08.2019

Kreisstadt gründet Wirtschaftsbeirat

Bad Oldesloe Um die Wirtschaftsinteressen in Zukunft besser in die politischen Entscheidungsprozesse einzubeziehen und den Wirtschaftsstandort zu stärken, richtet die Stadt Bad Oldesloe erstmalig einen Wirtschaftsbeirat ein. Interessierte können sich ab sofort bis zum Montag, 30. September, bewerben. Der Wirtschaftsbeirat besteht aus mindestens sieben und höchstens elf Mitgliedern. Er hat die Aufgabe, die Stadtverordnetenversammlung, die städtischen Ausschüsse und die Verwaltung in allen örtlichen Angelegenheiten der wirtschaftlichen Entwicklung und des Standortmarketings zu beraten. Der Wirtschaftsbeirat kann zu allen wirtschaftsrelevanten Themen Stellung nehmen und muss bei Wirtschaftsfragen von der Stadtverordnetenversammlung gehört werden. Er ist initiativberechtigt und kann auch proaktiv wichtige Wirtschaftsthemen an die politischen Gremien herantragen.

Mitwirken an dem Gremium kann jeder. Die Mitglieder sollen möglichst nach ihrer Qualifizierung ausgewählt werden. Über die Zulassung der Wahlvorschläge entscheidet der Hauptausschuss der Kreisstadt. Die Wahl der Mitglieder des Wirtschaftsbeirats erfolgt dann durch die Stadtverordnetenversammlung im Meiststimmenverfahren für die Dauer von drei Jahren.

Für Interessierte hat die Stadtverwaltung einen Bewerbungsbogen zum Download entworfen. Der ist ab sofort und bis zum 30. September unter: www.badoldesloe.de verfügbar und kann dann per E-Mail an: agnes.heesch@badoldesloe.de, Fax: 04531 504-900 oder persönlich bei der Stadtverwaltung eingereicht werden. Alle wichtigen Infos zur Gründung des Wirtschaftsbeirats, die Satzung, sowie die Rechte und Pflichten können unter www.badoldesloe.de/wirtschaftsbeirat eingesehen werden. st

Veröffentlicht unter Presseartikel |

„Bad Oldesloe als Standort – das passt“

Stormarner Tageblatt  30.08.2019

136 Wohneinheiten am Neubaugebiet Claudiussee geplant

Blick auf das Baugebiet Claudiussee.rob
Blick auf das Baugebiet Claudiussee.rob

Rolf Blase Bad Oldesloe Direkt am Neubaugebiet Claudiussee sollen 136 Wohnungen entstehen. Das plant eine Projektgesellschaft, die von Assetando Real Estate und der Lauenburgischen Treuhand Gesellschaft für Beratung und Sanierung gegründet wurde. Assetando fungiert dabei als strategischer Finanzpartner, die Projektgesellschaft mit Geschäftsführer Björn Münchow entwickelt das Konzept und plant die Umsetzung.

„Wir stehen aber noch ganz am Anfang“, sagt Münchow. Mit der Stadt habe man aber bereits gesprochen, der Bürgermeister habe die Ideen positiv aufgenommen. Die Gesellschaft hat die Grundstücke in der Kampstraße erworben, wo sich die ehemaligen Soex-Räumlichkeiten und die leerstehende ehemalige Unterkunft für Flüchtlinge befinden. Auf dem 16.500 Quadratmeter großen Areal sollen drei Gebäude mit zweimal 52 und einmal 32 Wohnungen entstehen.

„Bad Oldesloe als Standort war für uns keine Frage: Das passt“, sagt Münchow, der als Möllner die Wohnungsnachfrage in der Metropolregion kennt. In Mölln hat die Lauenburgische Gesellschaft 200 Wohnungen gebaut, die 136 in Bad Oldesloe sollen alle vermietet werden. „Natürlich ist dabei auch geförderter Wohnraum geplant“, sagt Münchow. Das Gebiet ist im F-Plan als allgemeine Wohnbaufläche ausgewiesen, bestätigt der kommissarische Bauamtsleiter Dr. Kurt Soeffing. „Die Umsetzung bedarf aber natürlich eines Bebauungsplans“, sagt Soeffing. Von der konkreten Ankündigung der Gesellschaft zu dem Projekt sei man allerdings überrascht worden, so Soeffing. Interesse der Stadt sei aber, das Gebiet hinter der Bahn insgesamt „wohnlicher“ zu machen. Man wolle das Konzept gemeinsam mit der Stadt entwickeln, sagt Münchow: „Wir wollen nicht alles auf einmal bauen, sondern in Abschnitten und das Gebiet organisch wachsen lassen. Wir wissen ja noch nicht, wie es vom Markt angenommen wird.“

Zu den Mietpreisen kann und will er noch keine Aussage machen. Nur so viel: „Im Baugebiet Claudiussee hätte man auch bauen können, „dort waren uns die Quadratmeterpreise aber zu hoch.“

Ein weiteres Projekt der Lauenburgischen Treuhand Gesellschaft in Bad Oldesloe ist bereits weiter gediehen. Sie hatte das Grundstück des ehemaligen Omnibus-Betriebs Niemeyer an der Lübecker Straße gebaut. Dort sollen 44 Seniorenwohnungen mit Gemeinschaftsräumen und Servicemöglichkeit entstehen, eine Mischung zwischen eigenständigem und betreutem Wohnen. Münchow: „Ich bezeichne es Hybrid- oder Übergangslösung, in der wir auch neue technische Standards setzen wollen, zum Beispiel mit der Nutzung von iPads durch die Senioren.“

Veröffentlicht unter Presseartikel |

Viel Kritik an Amazon-Plänen

Lübecker Nachrichten   29.08.2019

Parteien und Verbände befürchten Verkehrsbelastung und „prekäre Beschäftigungsverhältnisse“

Das Gewerbegebiet Teichkoppel in Bad Oldesloe, wo der Internet-Händler Amazon ein Verteilzentrum bauen will.   foto: Manfred Giese

Bad Oldesloe. Der Internet-Händler Amazon will in Bad Oldesloe ein Verteilzentrum bauen. Die Pläne stoßen in der Stadt auf ein geteiltes Echo. Bürgermeister Jörg Lembke sieht das Bauprojekt als „kein gutes Geschäft für Bad Oldesloe“. Durch die „meist prekären Beschäftigungsverhältnisse und die niedrigen Gewerbesteuereinnahmen bei gleichzeitiger Verkehrsbelastung“ sei das Ganze kritisch zu sehen. Auch im Bereich des bezahlbaren Wohnens könnte eine zusätzliche Belastung auf die Stadt zukommen. Die hat bei dem Bauprojekt allerdings kein Mitspracherecht.

„Es handelt sich um ein privates Projekt, das nicht von der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn vermarktet wird“, erklärt Landrat Dr. Henning Görtz. „Von daher fehlt die Abwägung von Arbeitsplätzen, Flächenverbrauch oder Verkehrsbelastung, die sonst üblich ist.“ Hier sei sorgfältig zu prüfen, welche verkehrlichen Konsequenzen die Ansiedlung für Bad Oldesloe haben wird. Die Stadt habe aber kein Veto-Recht.„Ich habe Verständnis für die Sorge wegen der prekären Beschäftigungsverhältnisse“, sagt Görtz weiter. Hier sei soziale Verantwortung bei Amazon nötig, immerhin arbeite das Unternehmen in einer Boom-Branche.

„Einerseits bin ich froh, dass sich in Bad Oldesloe wirtschaftlich etwas ansiedelt, andererseits sind die Umstände kritisch zu sehen“, meint Andreas Lehmann (CDU). „Die Stadt nimmt nur geringe Gewerbesteuern ein, die Infrastruktur wird aber belastet.“ Andererseits könne man damit rechnen, dass die Ansiedlung weitere Unternehmen nach sich ziehe. „Amazon ist ein großer Name, der Bad Oldesloe als Wirtschaftsstandort bekannt machen kann.“ Die Mitarbeiter würden zwar unter die prekäre Beschäftigung fallen, aber man müsse auch an die Menschen denken, die nicht qualifiziert seien. „Auch diese Arbeitskräfte brauchen Arbeitsplätze. Von Verhinderung zu sprechen, wäre in meinen Augen das falsche Signal.“

Björn Wahnfried (SPD) bedauert, dass kein anderes Unternehmen auf der Fläche angesiedelt wird. „Ich glaube, von Amazon ist keiner so richtig begeistert, zumal der Logistiker dafür bekannt ist, schlecht zu bezahlen. Das übt Druck auf die Stadt aus, was den bezahlbaren Wohnraum angeht.“ Der ohnehin angespannte Wohnungsmarkt beim bezahlbaren Wohnen werde dadurch noch stärker belastet. Denn Stormarn gehöre zu den Boom-Regionen, was das Wohnen im Kreis teuer mache. „Soviel bezahlbaren Wohnraum kann die Stadt nicht vorhalten.“

Veröffentlicht unter Presseartikel |

Löwen-Apotheke schließt nach 301 Jahren

Lübecker Nachrichten   29.08.2019

Oldesloer Fußgängerzone bleibt in Bewegung – Apotheke gibt zum 30. September auf – In einem Jahr geht das Café „Provence“ gegenüber der Peter-Paul-Kirche an einen Nachfolger

Die Oldesloer Löwen-Apotheke schließt zum 30. September. fotos: Susanna Fofana

Bad Oldesloe. Majestätisch thront der goldene Löwe über dem Eingang der gleichnamigen Oldesloer Apotheke an der Hindenburgstraße. Das Aus kommt nach genau 301 Jahren. Apothekerin Annette Steglich schließt Ende September wegen „interner, organisatorischer Probleme“.

Erst vor drei Jahren hatte sie die Nachfolge ihres Vaters Frank Sonder angetreten – als fünfte in der Apotheker-Familie Sonder. Es war die Fortsetzung ihrer Arbeit in dem denkmalgeschützte Gebäude, in das sie als fünfjähriges Mädchen eingezogen war und das sie zeitweise mit ihrer Familie bewohnt hatte. Inklusive der Selbstständigkeit liegen 20 Jahre Arbeit in dem Haus hinter ihr. Steglich: „Es ist superbitter. Ich schließe definitiv zum 30. September. Bis zum Ende des Jahres muss ich ganz raus sein und alles abgewickelt haben.“

„Es ist einfach superschade und absolut nicht das, was ich mir gewünscht habe“, beteuert die Apothekerin. Mit viel Einsatz hatte sie der Apotheke gerade wieder Leben eingehaucht. „Ich habe ganz liebe und treue Kunden in den drei Jahren gewonnen.“ Das Team sei sehr gut aufgestellt, sie habe sogar einen Apotheker eingestellt.

Als Grund für die Aufgabe nennt Annette Steglich die hohe Mietbelastung. Nachverhandlungen seien gescheitert, es konnte keine Einigung erzielt werden. Eine Mitarbeiterin sei bereits in einen anderen Job gewechselt. Sie hofft, dass weitere der knapp zehn Mitarbeiter in Bad Oldesloe unterkommen. Alles sei im Werden. Und sie selbst? „Ich hänge komplett in der Luft“, erzählt Steglich. Auf die Schnelle lasse sich in Bad Oldesloe nichts auf die Beine stellen.

Gewollt und geplant verabschiedet sich dagegen eine andere Kauffrau aus der Innenstadt. „Hundertprozent gehe ich am 1. September 2020 in den Ruhestand“, kündigt Martina Krämer an, Chefin der Crêperie „Provence“ am Kirchberg. Dann sei sie 63 Jahre alt. Krämer: „Das zehnjährige Jubiläum im kommenden Jahr nehme ich noch mit.“

Der Gastronomin und gelernten Bankkauffrau merkt man an, dass sie die Menschen und das Leben liebt. Ihre besonderen Frühstückskreationen und Tartes haben ihr dann auch zwei Buch-Veröffentlichungen eingebracht. Zudem sendete der NDR live nachmittags aus dem kleinen, gemütlichen Café, in dem auch schon andere Filmaufnahmen stattfanden. Es gebe viele schöne Geschichten zu erzählen, sagt Krämer. Hochzeiten, Einschulungen oder Trauungen wurden im Provence gefeiert. Aber auch ein „Blind Date“, aus dem eine Beziehung wurde, ist zu vermelden.

Veröffentlicht unter Presseartikel |

>>> Politiker und Parteien haben das Wort: Ein Jahr im Amt – was hatte ich mir vorgenommen, was ist daraus geworden?

Markt   28.08.2019

Ein Jahr im Amt – was hatte ich mir vorgenommen, was ist daraus geworden?

Hildegard Pontow
Foto: CDU Bad Oldesloe/hfr

Als gebürtige Oldesloerin hatte ich die Entwicklung der Stadt 70 Jahre miterlebt. Jetzt hatte ich die Chance daran mitzuwirken.Politik hatte ich vorher oftmals als unangenehmen Disput zwischen den Parteien erlebt. Dies zu ändern, dazu wollte ich beitragen und dabei das Ziel, nämlich das Wohl der Stadt Bad Oldesloe, nicht aus den Augen zu verlieren. Dabei gefiel mir insbesondere die neutrale Rolle einer Bürgerworthalterin.

Ich wurde zwar von der CDU als der stärksten Fraktion der Stadtverordnetenversammlung
vorgeschlagen, aber von allen Fraktionen einstimmig gewählt. So versteht sich denn die Bürgerworthalterin auch als Mittlerin und Moderatorin der Stadtverordnetenversammlung, und vertritt deren Belange gegenüber dem Bürgermeister, der wiederum der Stadtverwaltung vorsteht, die die Belange umsetzen muss.

Es gibt viele Wünsche, die erfüllt werden wollen, sowohl von den Bürgern als auch von Politik und Verwaltung. Aber das Stadtsäckel oder die vorhandenen Arbeitskräfte reichen nicht, sie alle zu erfüllen. Also geht es stets darum, Prioritäten zu setzen und gleichzeitig zu überlegen, wie das Stadtsäckel aufgefüllt werden kann und wie viel Arbeitseinsatz nötig ist. Darum ringen wir jeden Monat aufs Neue.

Ich freue mich, dass wir in neuer Zusammensetzung der Stadtverordnetenversammlung
verständnisvoll und respektvoll miteinander diskutieren und sehr viele Entscheidungen mit großer Mehrheit gefasst werden: Straßenausbaubeiträge, Anbau an die Klaus-Groth-Schule, Öffnungszeiten in den KiTas, Personennahverkehr, Straßenreinigung, Straßenlampen mit
LEDs, ein neues Tanklöschfahrzeug und die Mensa der Oldesloer Grundschulen. Die Bauvorhaben Claudiussee, Pahlhöhe und Kleine Königstraße kommen voran, die auf dem VHS-Gelände, St. Jürgen-Hospital, Lübecker Straße gestalten sich leider noch zäh, bleiben uns aber im Fokus.

Ich freue mich über die große Resonanz zur Wiederbelebung des Seniorenbeirates. 29 Bewerber haben sich gemeldet. Neun Bewerber/innen und neun Vertreter/innen werden am 30. September von der Stadtverordnetenversammlung gewählt.

Gespräche mit Vereinen aber auch Einzelpersonen waren für mich sehr aufschlussreich und ich
konnte in dem einen oder anderen Fall vermitteln. Das möchte ich auch weiterhin tun und freue mich über Gesprächswünsche mit der
Bürgerworthalterin
Hildegard Pontow

Veröffentlicht unter Presseartikel |