Archiv der Kategorie: Presseartikel

Ein großer Schritt hin zum „Traveviertel“

Stormarner Tageblatt  31.08.2020

Vier mehrgeschossige Mietshäuser mit 80 Wohnungen entstehen am Berliner Ring

Welche Baupotenziale bieten sich auf den Hinterhöfen?Nie
Welche Baupotenziale bieten sich auf den Hinterhöfen?Nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Bad Oldesloe bekommt 80 neue Wohnungen – und das , wenn alles gut geht, recht zeitnah. Die Kreisstadt benötigt dringend neue Wohnheinheiten, so dass eine Bebauung in zweiter Reihe zwischen Krankoppel und Berliner Ring ein Thema ist, mit dem sich die Politik seit Jahren immer wieder auseinandersetzen muss. Die Siedlungsgrenzen Bad Oldesloes sind beschränkt, so dass ein Wachsen der Bevölkerung oft nur durch Überarbeitungen B-Pläne aufgefangen werden kann.

Genau daher hat der Wirtschafts- und Planungsausschuss in Bad Oldesloe jetzt einer Veränderung des B-Plans 101 am Berliner Ring zugestimmt. So wird der Weg frei für das Projekt „Traveviertel“: Vier neue mehrgeschossige Mietshäuser mit 80 Wohnungen. Laut des Projektleiters Sven Wobig, sollen sowohl Eigentumswohnungen als auch sozialer Wohnungsbau ihren Platz in dem Neubau finden. Eine Mischung die zwei Felder abdecken würde, in denen besonderer Bedarf bestehe.

Die Zustimmung durch das zuständige politische Gremium bedeutet auch das Ende eines langen Anlaufs,. Denn seit fast zwei Jahrzehnten wird darüber diskutiert, auf dem Gelände zwischen der bereits bestehenden Bebauung neuen Wohnraum entstehen zu lassen. Bisher war es aber zu keinem Durchbruch gekommen. Immer wieder scheiterte man an Detailfragen oder der Definition, wie umfangreich das Bauprojekt sein soll.

Nachdem so in den Jahren 2001 und 2015 erste Anläufe scheiterten, sah es noch 2018 so aus, als würde nun großflächiger gedacht und so eine Einigung erzielt. Damals waren 114 neue Wohneinheiten im Gespräch, doch die genau Überprüfung zeigte, dass nicht alle auserkorenen Bereiche für Neubauten wirklich geeignet sind.

„Im Zuge der weiteren Bearbeitung des Bebauungsplanes hat sich gezeigt, dass eine Verdichtung im Bereich der Lübecker Straße 37-43 nicht gesehen wird. Bei der Überplanung dieses Gebietes ist die vorhandene Bebauungsstruktur zu berücksichtigen. Es ist nicht davon auszugehen, dass diese in absehbarer Zeit abgebrochen und in Form einer geschlossenen Bebauung neu entsteht“, erklärt Bauamtsleiter Dr. Kurt Soeffing in einer Stellungnahme.

Die Leiterin der Planungsabteilung der Stadt, Angelika Müller, macht sich daher dafür stark, sich auf einen eingrenzten Bereich zu beschränken, der möglichst wenig Probleme macht und für den keine zeit- und kostenintensiven Gutachten neu erstellt werden müssen, die den gesamten Prozess erneut aufhalten würden und eventuell gar nicht zu dem gewünschten Ergebnis führen.

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Die Frage nach der Konzertfahrt-Finanzierung

Stormarner Tageblatt  31.08.2020

In Bad Oldesloe werden Reisen Kulturschaffender aus dem Kulturförderungsbudget unterstützt, weil ein eigener Etat dafür fehlt

Vor allem „Stormarn Magic“ benötigt regelmäßig Zuschüsse für die weiten Konzert- und Wettbewerbsfahrten. Nie
Vor allem „Stormarn Magic“ benötigt regelmäßig Zuschüsse für die weiten Konzert- und Wettbewerbsfahrten. Nie

Bad Oldesloe Theaterstücke, Konzerte, Ausstellungen und Kunstprojekte – aus dem Kulturfördertopf der Stadt Bad Oldesloe werden jedes Jahr zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen in der Kreisstadt finanziert. 30.000 Euro stehen für die Vereine und Privatpersonen zur Verfügung, deren Anträge den festgelegten Förderrichtlinien entsprechen. Das Besondere in der Kreisstadt ist, dass die Antragssteller selbst in Verhandlungen treten, wenn die Antragssummen höher als das Budget sind. Und bisher gab es immer eine Einigung. In diesem Jahr fiel auf, dass die Zuschüsse für Fahrten zu Musikwettbewerben einen relativ großen Anteil an den gewährten Zuschüssen einnehmen. Diese Förderungen benötigt vor allem die Marching-Band „Stormarn Magic“.

Aber soll das wirklich aus dem Kulturfördertopf bezahlt werden? Während alle anderen Vereine und Antragssteller den Magics ihre Fahrten nach eigener Aussage gönnen, begab man sich auf die Suche nach anderen Töpfen, die für diesen Fall angezapft werden könnten – und man wurde nicht fündig.

Entsprechend brachten die Kulturschaffenden im aktuellen Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss (BSKA)gemeinsam mit der Leiterin der Kulturabteilung, Inken Kautter, den Antrag ein, einen extra Topf mit 10.000 Euro für Fahrtenförderung einzurichten. Die Ausschussmitglieder sahen die Notwendigkeit , sie wollen aber keinen eigenen Fördertopf einrichten. Dagmar Danke-Bayer (Die Grünen) befürchtet zum Beispiel, dass das Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen auslösen könnte.

Generell zeigte man sich aber bereit dazu das Budget im Kulturfördertopf um eine noch nicht genau definierte Summe zu erhöhen, so dass die Fahrten weiterhin aus diesem finanziert werden können. Da dies nicht dem vorliegenden Antrag entsprach, beschlossen die Fraktionen, den neuen Vorschlag nochmal zu diskutieren, signalisierten aber bereits ihre generelle Zustimmung für eine Erhöhung.

Kulturchefin Kautter merkte an, dass im gleichen Zug dann die Fördersatzung auch überarbeitet werden müsste. Denn dort sei bisher nur festgelegt, dass in Ausnahmefällen auch Fahrten finanziert werden können. Die Ausnahme würde aber ja durch die zweckgebundene Erhöhung zur Regel werden. Auch über diesen Vorschlag soll nun noch in der nächsten Sitzung des BSKA diskutiert werden. nie

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Politik will Anwohner gegen Raser schützen

Stormarner Tageblatt  29.08.2020

In mehreren Bad Oldesloer Stadtteilen kommt es seit Jahren zu Problemen mit dem Fahrzeugverkehr

Eigentlich gilt in der Theodor-Storm-Straße Tempo 30.Nie
Eigentlich gilt in der Theodor-Storm-Straße Tempo 30.Nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Raser im Pkw, laute und rücksichtslose Lkw – seit Jahren gibt es in mehreren Oldesloer Stadtteilen starke Kritik am Verkehr. Diverse Aktionen, mahnende Worte, Ortstermine mit Politik und Verwaltung sowie Unterschriftenaktionen haben aus Sicht der Anwohner nur zu wenigen Erfolgen geführt. Bei den aktuellsten Ortsteilbesuchen von Bürgermeister Jörg Lembke (wir berichteten) sowie im Umwelt- Energie- und Verkehrsausschuss machten die Betroffenen ihrer Wut und ihrem Frust erneut Luft. Und die Lokalpolitik verspricht –im Rahmen der Möglichkeiten – zu handeln.

In der Theodor-Storm-Straße sorgt es für Unverständnis, dass nach einer Sanierung Verkehrshindernisse zurückgebaut wurden. Seitdem habe die Raserei deutlich zugenommen. Der Bürgermeister hält dagegen, dass Geschwindigkeitsmessungen durch die Polizei keine besonderen Auffälligkeiten ergaben und die Unfallstatistik ebenfalls unauffällig sei. Hier haben die Anwohner nun selbst Konzepte für die Verkehrsberuhigung ausgearbeitet. Der Ausschuss empfahl, sie möglichst alle auch umzusetzen. Das Bürgerkonzept wird daher an die Verwaltung weitergereicht.

Im Bereich der Düpenau fordern die Anlieger seit langer Zeit, dass ihre Straße nicht als Durchfahrt zwischen Gewerbegebiet und Sehmsdorf genutzt werden soll. Eine Sperrung – wie von einigen Bürgern erwartet – wird es aber nicht geben. Das sei rechtlich nicht möglich. Die Verwaltung möchte aber Anfang 2021 durch Bodenschwellen dafür sorgen, dass der Verkehr langsamer fließt. Hierbei handele es sich um eine Art Kompromissvorschlag, um auf die Betroffenen zuzugehen. Die Anwohner möchten allerdings weiterhin prüfen lassen, ob es sich bei der „Düpenau“ nicht tatsächlich nur um eine „Anliegerstraße“ handelt. Auch hier verweist die Verwaltung darauf, dass es sich – anders als in der subjektiven Wahrnehmung – um keinen Bereich mit einer besonderen Häufung von Unfällen handelt. Statistiken sagen das Gegenteil: Das Unfallgeschehen sei von der Polizei als „gegen Null“ bezeichnet worden, so die Stadtverwaltung. Eine Verkehrszählung, mit der die Dichte des Verkehrs gemessen werden soll, muss wiederholt werden, weil die aktuelle Sperrung der B75 zwischen Reinfeld und Bad Oldesloe das Ergebnis verfälschen könnte.

In der Grabauer Straße hoffen die Anwohner derweil, dass diese komplett für den Lkw-Verkehr gesperrt wird. Neben den Rasern sei nämlich hier die Gefährdung durch die großen Fahrzeuge und der Lärm ein echtes Problem. Doch zu einer Sperrung werde es nicht kommen. „Aus Sicht der Straßenverkehrsbehörde ist in diesem Fall die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs im gesamten Stadtgebiet zu betrachten. Da es sich bei der Grabauer Straße, der L 226, um eine Hauptverkehrsstraße im Straßenverkehrsnetz der Stadt handelt“, stellt die Stadtverwaltung klar. Im Verkehrsentwicklungskonzept sei die Straße 2009 als eine der Hauptverkehrsstraßen festgelegt worden.

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Betrachtungen zum Wochenausklang: Top-Wasser und Flop-Schulen

Stormarner Tageblatt  29.08.2020

Stormarner Wochenschau

Top-Wasser und Flop-Schulen

Megi Balzer
Megi Balzer

Susanne Link, Patrick Niemeier und Stephan Poost

Wasser In Stormarn müssen wir uns keine Sorgen um das Trinkwasser machen – sagen die Vereinigten Stadtwerke und auch Hamburg Wasser. Trotzdem stehen die Zeichen auch in Stormarn langfristig auf Wassersparen. Zu überlegen ist sicher auch, ob ein qualitativ hochwertiges Lebensmittel wie Trinkwasser langfristig zum Sprengen von Rasenflächen, Gießen von Blumen und Waschen von Autos genutzt werden sollte. Beim Wasser top – aber eigentlich auch sonst. Das sehen allerdings nicht alle Bürger so, denn insbesondere über die Kreisstadt wird immer wieder gemeckert. Es wäre nichts los, die Fußgängerzone leer und die Veranstaltungen langweilig. Seltsamerweise sehen das auswärtige Besucher ganz anders, die freuen sich über das Kulturangebot, genießen es, in Bad Oldesloe einzukaufen und freuen sich über die malerischen Ecken. Ganz so schlecht scheint es bei uns also nicht zu sein.

Personalien Bis April 2022 wird Michael Sarach Bürgermeister in Ahrensburg bleiben. Die Fäden der Verwaltung werden bis dahin an seinem Schreibtisch zusammenlaufen. Ob er nochmal antritt? Unwahrscheinlich, aber nicht entschieden. Die CDU hat bereits ihren Kandidaten, Thomas Schreitmüller, offensiv in Stellung gebracht. Und der gibt schonmal Gas, trifft sich laut Amtsinhaber Sarach mit Entscheidungsträgern und Mitarbeitern – und das stößt dem aktuellen Bürgermeister auf – auch weil suggeriert werde, dass der 67-Jährige aus Altersgründen schon vor 2022 aus dem Amt scheiden könnte. Schon vor Jahren hatte Sarach gesagt, dass ein zentrales Problem in Ahrensburg sei, dass die Lokalpolitiker oft die Verwaltung für die Opposition halten. Wird die CDU nun konsequent versuchen ihre Themen in den Mittelpunkt zu rücken, um ihren Kandidaten weiter in Position zu bringen? Drohen Sachthemen darunter zu leiden, die Sarach auf den Weg bringen möchte? Es stellt sich die Frage, ob Kandidaten für Bürgermeisterämter besser immer unabhängig von Parteizugehörigkeiten aufgestellt werden sollten.

Etikettenschwindel Die Theodor-Storm-Schule ist eine Schule mit Perspektiven – weil viel Luft nach oben ist. Schulen, die mit Landesmitteln beziehungsweise einem „Bildungsbonus“ gefördert werden, werden als „Perspektivschulen“ bezeichnet. Brennpunktschulen oder Problemschulen wäre wohl sprachlich deutlicher. Denn Kriterien für diese „Auszeichnung“ sind unter anderem der Anteil an Wiederholern, Schulabbrechern die mitunter schlechten Ergebnissen in Mathematik und Deutsch. Um das zu ändern, erhält die Schule finanzielle Mittel. Ein Etikettenschwindel. Denn „Perspektivschule“ suggeriert, dass Kinder hier eine gute Perspektive haben, während in Wirklichkeit die Schule dringend eine bessere Perspektive eröffnet werden muss.

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Neue Rettungsleitstelle wird konkret

Lübecker Nachrichten   28.08.2020

Am Mittwoch wurden die Planungen für den Neubau vorgestellt – Bei dem High-Tech-Gebäude wurde an Vieles gedacht, sogar an einen möglichen Anschlag

Von Markus Carstens

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