Archiv der Kategorie: Presseartikel

Masken-Manufaktur im Ehrenamt

Lübecker Nachrichten   01.04.2020

Team um Daniela Frackmann bedient zahlreiche Bestellungen – Material wird langsam knapp

Von Dorothea von Dahlen

Die Oldesloerin Daniela Frackmann (38) fertigt Mundschutzmasken, um die Infektionsgefahr mit dem Sars-CoV-2-Virus einzudämmen.Foto: Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe. Pünktchen, Streifen, Paisleymuster oder rein weiß – Daniela Frackmanns Mundschutzmasken könnten glatt als modische Accessoires durchgehen. Doch dafür ist die Lage zu ernst. Die Angst, sich mit dem Virus Sars-CoV-2 zu infizieren, treibt die Menschen überall um. Das bekommt auch die Inhaberin des Do-It-Yourself-Ladens „MachBar“ täglich zu spüren, wenn neue Anfragen für selbst genähte Masken bei ihr auflaufen. Experten hatten Letztere bis vor Kurzem noch als wirkungslos im Kampf gegen die Corona-Pandemie hingestellt. Doch inzwischen wird immer häufiger zum Tragen der Masken geraten.

Die Corona-Krise hat die 38-jährige Oldesloerin wie andere Ladeninhaber wirtschaftlich schwer getroffen. „Ich musste erst einmal sehen, was ich tun kann, um mich über Wasser zu halten, Alternativen suchen, um zu überleben“, erzählt sie. Als sozial eingestellter Mensch beschloss sie jedoch auch, bei der Aktion „Oldesloe hilft sich“ einen ehrenamtlichen Beitrag zu leisten. „In den sozialen Medien stieß ich auf Posts, in denen Leute nach Masken fragten, selbst welche anboten oder auf der Suche nach Material waren. Da das alles aneinander vorbeizulaufen schien, dachte ich, es sei sinnvoll, eine Anlaufstelle zu bilden, in der alle Fäden zusammenkommen“, berichtet Daniela Frackmann.

Inzwischen hat sich ein Netzwerk von 20 Näherinnen gebildet, die Masken in Heimarbeit fertigen. Selbst Kinder, die im Laden Nähkurse absolviert haben, beteiligen sich daran. Fleißig bei der Sache sind freilich auch die Inhaberin der „MachBar“ selbst und Merle Scheerer. Die Apothekerin betreibt das kleine Label „Merles Kreativwelt“ und setzt sich nach Feierabend noch an die Nähmaschine, um ihr Scherflein zur Produktion beizutragen. Denn nur gemeinsam können alle den Ansturm bewältigen. „Mein Handy steht nicht still. Ich habe zig Anfragen am Tag“, erzählt Merle Scheerer. Und auch bei ihrer Mitstreiterin laufen Bestellungen in größeren Stückmengen aus dem Gesundheitsbereich sowie von Angehörigen schwer kranker Patienten, aber auch von Privatpersonen auf. Ein Pflegedienst etwa hat bei Daniela Frackmann auf einen Schlag 200 Masken angefragt. Andere Einrichtungen wollen im Schnitt 40 bis 50 haben.

Dies ist der Tatsache geschuldet, dass industriell hergestellte Masken auf dem Markt kaum noch erhältlich sind und wenn doch, dann nur zu exorbitanten Preisen. Dass Leute Kapital aus der Krise schlagen wollen, stimmt Daniela Frackmann traurig. „Mit einem Profitgedanken in die Produktion einzusteigen, das wäre mehr als unanständig. Das liegt mir fern. Wir freuen uns über eine Spende und wenn wir etwas verschicken müssen, nehmen wir Porto, um nicht draufzuzahlen“, sagt sie.

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Osterferienspaß in Bad Oldesloe abgesagt

Stormarner Tageblatt  01.04.2020

Osterferienspaß in Bad Oldesloe abgesagt

Bad Oldesloe Eigentlich sollte in diesen Tagen das Kinderferienprogramm der Stadt Bad Oldesloe – der „Osterferienspaß“ als kleine Schwester des „Sommerferienpass“ – starten. Daraus wird in der aktuellen Lage nichts. Allerdings hat sich das offenbar noch nicht bei allen Eltern herumgesprochen, was daran liegen mag, dass zum Teil die Buchungsphase noch durchgeführt wurde. „Selbstverständlich müssen wir leider das komplette Kinderferienprogramm absagen“, stellte Stadtsprecherin Agnes Heesch unlängst klar. Das Teilnehmerentgelt, das zum Teil schon bezahlt wurde, wird entsprechend erstattet. Auch die Jugendfreizeitstätte bleibt mit Hinweise auf den Infektionsschutz weiterhin noch bis zum 19. April geschlossen. nie

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Recyclinghöfe geöffnet – Restmüll nicht geleert

Stormarner Tageblatt  01.04.2020

AWSH arbeitet nur eingeschränkt – Bürger sorgen sich um die Abfuhr ihres Unrats

Elmenhorst Die Corona-Krise hat Auswirkungen auf nahezu alle Lebensbereiche. Auch auf die Müllabfuhr. Nachdem in den vergangenen zwei Wochen die Biotonnen nicht abgeholt und die Recyclinghöfe geschlossen wurden – es fehle Personal und auch Ersatzteile für Fahrzeuge – werden in den kommenden zwei Wochen die Restmüllbehälter nicht abgeholt. Sperrmüll- und E-Schrott-Termine werden ebenfalls nicht vergeben, auch das Schadstoffmobil arbeitet nicht.

Die Bürger sind aufgebracht und machen sich Sorgen um die hygienischen Zustände. Zumal in anderen ähnlich stark vom Corona-Virus betroffenen Kreisen in Schleswig-Holstein die Müllabfuhr wie gewohnt funktioniere, so im Kreis Pinneberg.

„Die Maßnahmen dienen in erster Linie dem Schutz der Mitarbeiter, der Kundinnen und Kunden und damit auch der Vermeidung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus“, so Dr. Henning Görtz und Dr. Christoph Mager, die Landräte der Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg.

„Wir sehen die Probleme der Bürger und nehmen sie ernst“, erklärt Olaf Stötefalke von der Abfallwirtschaft Südholstein (AWSH). Die AWSH habe mit zwei Herausforderungen zu kämpfen: Zum einen gebe es einige Quarantänefälle bei Mitarbeitern der Fahrzeugbetreiber, zum anderen sind an den Fahrzeugen immer mal wieder Reparaturen fällig. „Zu normalen Zeiten ist das kein Problem, aber jetzt muss man schon mal auf Ersatzteile warten und kann dann erst die Reparatur vornehmen“, so Stötefalke.

Die getroffenen Maßnahmen – die wechselnde Abfuhr von Bio- und Restmüll hat zur Folge, dass statt der zweiwöchigen Abfuhr eine vierwöchige Abfuhr stattfindet – dienten dazu, weiterhin verlässlich zu arbeiten. Zudem werden die 1100-Liter-Behälter abgeholt und man versuche weitere Abfuhrkapazitäten aufzubauen. „Wer größere Müllmengen hat, etwa Windeln, kann zur nächsten Abfuhr einen Sack danebenstellen, den nehmen wir mit“, stellt Stötefalke eine Erleichterung für die Kunden in Aussicht.

Unterdessen gibt es auf dem Weg zum Normalbetrieb der AWSH eine erste Entspannung der Situation: Seit Montag sind die Recyclinghöfe in Lanken, Bad Oldesloe, Bargteheide, Grambek und Wiershop eingeschränkt (von Montag bis Freitag zu den gewohnten Zeiten, der Sonnabend ist geschlossen) geöffnet. ps

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Beirat bietet Hilfe für Unternehmer

Lübecker Nachrichten   31.03.2020

Der Vorstand des Beirats will heute Abend in einer Video-Schaltung versuchen, alle Fragen zu beantworten

Bad Oldesloe. Der seit Anfang des Jahres in Bad Oldesloe aktive Wirtschaftsbeirat will Unternehmern angesichts der Corona-Pandemie mit Rat und Tat zur Seite stehen. Da es zurzeit nicht möglich ist, Sitzungen mit vielen Teilnehmern zu organisieren, lädt der Vorstand des Gremiums zu einer Video-Schaltung ein. Dies soll der Auftakt einer ganzen Reihe von Digitalkonferenzen sein. Da vielen Unternehmern bereits jetzt finanziell das Hemd brennt, ist der erste Termin schon heute Abend, 31. März, 19.30 Uhr. „Wir wollen Orientierung im Dschungel geben. Uns haben viele Unternehmer aus kleinen und mittelständischen Firmen kontaktiert, um zu erfahren, was in der gegenwärtigen Corona-Krise zu tun ist“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende Frederik Gronwald.

Die Fragen zielten darauf ab, welche Anstrengungen nötig sind, um die Unterstützung in Höhe von 9000 Euro zu bekommen, Liquiditätshilfen von der KfW oder auch Steuerstundungen. Damit sie nicht selbst unnötige Zeit für Recherchen investieren müssten, habe der Beirat eine Übersicht angefertigt, für welche Themen Steuer- und für welche Themen Bankberater die richtigen Ansprechpartner sind.

„Die Vielzahl der aktuell in der Öffentlichkeit geteilten Informationen macht es zeitweise auch schwer, den Überblick für im Einzelfall relevante Maßnahmenpakete zu behalten“, sagt auch der Beiratsvorsitzende Thomas Benthien. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen fürchteten beim gegenwärtigen Stillstand um ihre Existenz. Deshalb wolle der Wirtschaftsbeirat ihnen, aber auch Solo-Selbstständigen und Freiberuflern Unterstützung bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen anbieten. Denn die ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie sind derzeit noch nicht abschätzbar.

Zwei Unternehmer aus den eigenen Reihen haben Gronwald zufolge das Prozedere schon erfolgreich durchlaufen. Auch sie stehen für Erfahrungsberichte während der digitalen Sprechstunde zur Verfügung. Bürgermeister Jörg Lembke sei ebenfalls zugegen, um auf Fragen zu antworten. Moderiert wird der Online-Chat von Thomas Benthien. Wer teilnehmen will, kann sich unter der E-Mail-Adresse des Beirats, kontakt@wirtschaftsbeirat-od.de, anmelden und somit einen Link erhalten, der geradewegs in die Konferenz führt.

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Stadtwerke kontrollieren Gasversorgung

Stormarner Tageblatt  31.03.2020

Stadtwerke kontrollieren Gasversorgung

Bad Oldesloe Gasspürer der Vereinigte Stadtwerke Netz werden Bereiche des Gasversorgungsnetzes auf Dichtigkeit überprüfen. 2020 werden ca. 400 km Leitungslänge in Mölln, Ratzeburg und Bad Oldesloe per Spürgerät begangen. Das Messinstrument weist selbst geringste Spuren von Erdgas nach, die aus Lecks entweichen. Prüfer müssen auch private Grundstücke betreten, da der Gashausanschluss auch überprüft werden muss. Abhängig von den örtlichen Gegebenheiten werden bis zu 15 Kilometer an einem Tag zurückgelegt. Für die Überprüfung ist aber trockenes Wetter Voraussetzung. Detektierte Undichtigkeiten werden in Abhängigkeit der Ausprägung unverzüglich repariert. Kontakt: Technische Hotline, 0800/999 99 20. st

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