Archiv der Kategorie: Presseartikel

„Bergkoppel“ statt Ehrung für Sozialdemokratin

Stormarner Tageblatt  27.12.2019

„Bergkoppel“ statt Ehrung für Sozialdemokratin

Bald werden  neben der „Bergkoppel“ diverse Gewerbeansiedlungen entstehen.Nie
Bald werden neben der „Bergkoppel“ diverse Gewerbeansiedlungen entstehen.Nie

Bad Oldesloe Wenn in der Stadt eine neue Straße entstanden ist, dann benötigt sie einen Namen. Die Straße, die das Gewerbegebiet „Teichkoppel“ erschließt, in dem unter anderem die umstrittene Ansiedlung des Online-Riesens „Amazon“ stattfinden wird, hatte bisher noch keine Benennung.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Marion Gurlitt, schlug vor, die Chance zu nutzen, um eine verdiente lokale Sozialdemokratin zu ehren: Elfriede Scherschinski. Diese wurde 1897 in Schlesien geboren und verstarb 1979 in Bad Oldesloe. Dorthin war sie 1946 als Flüchtling gekommen. 1947 wurde sie die erste Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt in der Kreisstadt und blieb bis 1962 auf diesem Posten. Von 1951 bis 1970 war sie als Stadtverordnete der SPD in Bad Oldesloe aktiv. Von 1962 bis 1966 saß sie außerdem im Kreistag. Auch das Anbaden im Poggensee gehörte zu ihrem Engagement. Für ihre Verdienste um die Stadt Bad Oldesloe erhielt sie das Bundesverdienstkreuz. Die SPD war natürlich dafür, für den Vorschlag zu stimmen. Auch die Linke fand die Idee gut, „weil das ehrenamtliche Engagement von Lokalpolitikern ruhig gewürdigt werden kann“. Doch eine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung stimmte lieber für den Straßennamen „Bergkoppel“. Für einige Stadtverordnete hatte das vor allem einen Grund: Der schwierig zu buchstabierende Name sei für einen Straßennamen ungeeignet. nie

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Noch keine Lösung für Kita im Baugebiet Claudiussee

Stormarner Tageblatt  23.12.2019

Noch keine Lösung für Kita im Baugebiet Claudiussee

Bad Oldesloe Bei den Präsentationen des Neubaugebiets am Claudiussee in Bad Oldesloe war stets am Rande erwähnt worden, dass dort auch eine Kindertagesstätte entstehen solle. Doch ob diese tatsächlich kommt und wann, steht vollkommen in den Sternen. „Wir sind bei null, was das angeht“, betont Bürgermeister Jörg Lembke.

Über genaue Hintergründe dürfe er nicht berichten, denn schließlich sei dieses Thema in den entsprechenden Ausschüssen auch im nicht-öffentlichen Teil behandelt worden. „Wir sind nicht der Eigentümer der Fläche, die in den Planungen für eine Kita vorgesehen ist“, stellt Lembke klar. „Wir haben generell die Zielsetzung, dass dort eine Kita entsteht. Aber wir versprechen es den Bürgern, die dort hinziehen, auch nicht. Dafür, dass jemand anderes das verspricht oder versprochen haben sollte, können wir da erstmal nichts“, so der Verwaltungschef. Wenn dort keine Kita entstehe, dann an einer anderen Stelle. „Es gibt außerdem im Umfeld auch weitere Möglichkeiten. Und es ist den Eltern zumutbar, dass die Kita dann eben nicht direkt vor der Haustür ist, sondern dass man zum Beispiel zum Masurenweg muss. Das sind ja aber kurze Wege“, so Lembke weiter. „Ich möchte außerdem betonen, dass wir es bisher immer geschafft haben, alle Bedarfe abzudecken. Jedes Kind hat im Endeffekt einen passenden Platz gefunden.“ nie

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Beste Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt

Lübecker Nachrichten   22.12.2019

5000 LED-Lichter und eine Feuershow sorgten beim Weihnachtsmarkt am Mühlrad für tolle Effekte

Die Feuerkünstler der Gruppe ExPer Avis zeigten dem Weihnachtsmarkt-Publikum eine beeindruckende Show.Foto: SUSANNA FOFANA

Bad Oldesloe. Die Oldesloer feiern ihren kleinen Weihnachtsmarkt direkt in der City und holen sich schon mittags Würste, Mutzen oder Glühwein. Letzte faire Oldesloe-Geschenke vom Kaffee über Schokolade bis zum Olivenöl gibt es im Weltladen, Hans Helmut Rohde veräußert selbst gedrechselte Kugelschreiber. Zudem eignen sich besondere Gewürzmischungen oder Kreten-Saft von anderen Ständen als weihnachtliche Mitbringsel.

Ein besonderer Hingucker war die Show der Feuerkünstler von ExPer Avis. „Das habt ihr toll gemacht“, lobt eine Zuschauerin in den Applaus der faszinierten großen und kleinen Gäste. Auch Günter Knubbe und sein ehrenamtliches Team vom Wir-Verein sind zufrieden, „dass so viele glückliche und zufriedene Gäste kommen.“ Der Markt habe sich etabliert.

Am Sonntag ist der krönende Abschluss des Weihnachtsmarktes am Mühlrad von 12 bis 20 Uhr. Um 15 Uhr hat sich der Weihnachtsmann angesagt, der Süßigkeiten verteilt. Um 16 Uhr ist die Preisverteilung für den schönsten Weihnachtsbaum. Um 17 Uhr kommt der Posaunenchor, um 18 Uhr ist Wichtel-Flashmob (Geschenke für maximal zehn Euro mitbringen). Von 18.30 bis 20 Uhr endet das Musikprogramm des Weihnachtsmarktes mit der Chrismas-Show von Gabi Liedtke. sus

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Oldesloe: Bio-Erdgas fürs Auto

Lübecker Nachrichten   21.12.2019

Vereinigte Stadtwerke: Alternative kann sofortigen Klimaschutz leisten

In Bad Oldesloe und Mölln kann man an zwei Erdgastankstellen der Vereinigten Stadtwerke (VS)ab sofort umweltbewusst tanken und Bio-Erdgas zapfen.. foto: Marijan Murat/dpa

Oldesloe. Mit Bio-Erdgas bieten die Erdgastankstellen in Bad Oldesloe und Mölln-Nord ab sofort eine Alternative zu fossilem Erdgas. Wer den grünen Kraftstoff tankt, fährt nahezu klimaneutral und leistet einen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität.

Verbraucher in Deutschland entscheiden sich immer häufiger für biologische Alternativen. Das hat eine 2019 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) veröffentlichte Befragung ergeben. Grund für ihre Wahl ist vor allem der Beitrag zur geringeren Schadstoffbelastung und zum Umweltschutz.

Bio-Erdgas ist ab sofort eine grüne Option an den beiden Erdgastankstellen der Vereinigten Stadtwerke (VS). „Im Unterschied zu fossilem Erdgas entsteht der klimafreundliche Kraftstoff durch die Vergärung von hauptsächlich Gülle und organischen Rest- und Abfallstoffen in der Biogasanlage“, erklärt Manfred Priebsch, Energieeinkäufer der VS und erläutert zwei große Vorteile des grünen Kraftstoffes: „Erdgasautos fahren damit quasi klimaneutral und verbessern durch Bio-Erdgas im Tank die Luftqualität – denn Stickoxide, Feinstaub und Rußpartikel spielen fast keine Rolle mehr“, erklärt Priebsch und blickt positiv nach vorn: „Öko ist die Zukunft – nicht nur im Einkaufskorb. Wir brauchen 360-Grad-Nachhaltigkeit und gerade der Verkehr ist ein wichtiger Bereich, in dem wir dringend erneuerbare Alternativen brauchen. Bio-Erdgas oder auch Bio-CNG ist als Antrieb jetzt verfügbar und kann sofortigen Klimaschutz leisten. Jede Tonne CO2, die wir heute einsparen, macht die Welt für unsere Kinder und Kindeskinder ein Stück grüner.“

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Betrachtungen zum Wochenausklang: Ein Geschenk, das keines ist

Stormarner Tageblatt  21.12.2019

Stormarner Wochenschau

Ein Geschenk, das keines ist

Schöne Bescherung!Megi Balzer
Schöne Bescherung!Megi Balzer

Patrick Niemeier, Cordula Poggensee und Stephan Poost

Präsent Nicht jedes Geschenk weiß man zu schätzen. Die Kreisstadt hat den Oldesloern und den Gästen der Stadt nun zum Fest neue Parkautomaten geschenkt. Ab sofort müssen die Autofahrer wieder in die Tasche greifen, wenn sie in städtischen Parkhäusern und Parkplätzen ihr Auto abstellen wollen. Über viele Wochen waren die Parkautomaten defekt oder außer Betrieb. Was den einen freute – „war doch super, ich hatte immer einen kostenlosen Parkplatz“ – hat andere gewaltig genervt. Sie bekamen nämlich trotz bezahlter Jahres- oder Monatsparkkarte kaum noch einen Parkplatz, weil jeder kostenlos mit ausgelegter Parkscheibe sein Fahrzeug abstellen durfte. Das ist nun vorbei. Vorbei ist es wohl auch mit der Idee, dass kostenloses Parken zu einer Entspannung der Parksituation in der Kreisstadt führen würde. Ganz im Gegenteil, es bricht das Parkchaos aus, wie dieser Herbst eindrucksvoll bewies.

Wohltäter Das Jahr endet und damit sind auch die Haushaltsberatungen in den Städten und im Kreis beendet. Was auffällt: Zu häufig klingt es aus dem Mund mancher Lokalpolitiker so, als würden sie ihr eigenes Geld in Projekte stecken und nicht die Steuergelder der Allgemeinheit. Dass sie die Gelder nach bestem Wissen und Gewissen einsetzen, ist einfach ihre Aufgabe. Sie sind keine Investoren, Sponsoren oder Mäzene, die Applaus erwarten dürfen, weil sie Gelder investieren. Dass Infrastruktur gestärkt wird, eine Selbstverständlichkeit. Dass so viel wie möglich für Kultur und Bildung ausgegeben wird, unsere demokratische, gesellschaftliche Grundlage. Schaffen die Lokal- und Kreispolitiker einen gekonnten Umgang mit den Mitteln, haben sie einen guten, ehrenamtlichen Job gemacht. Das, was man von ihnen halt erwartet. Dafür wurden sie gewählt. Nicht mehr und nicht weniger.

Planungsspiele Manche Ahrensburger Stadtverordnete scheinen für ihr Leben gern zu planen. Aber eine größere Gruppe hat wiederum offenbar großes Vergnügen daran, der ersten Gruppe den Spaß gründlich zu verderben. So ließ man zehn Jahre fleißig messen, konstruieren und eine Stadttangente planen, die als Stadtumgehung das hohe Verkehrsaufkommen am „Braunen Hirsch“ eindämmen sollte. Doch jetzt ist der Spaß vorbei: Auf ihrer jüngsten Sitzung machte die Mehrheit der Stadtverordneten die Arbeit ihrer Kollegen mit einem Federstrich zunichte und schmetterte das Konzept endgültig ab. Ähnlich war es vor ein paar Wochen auch den Planern des Ratshaussaales ergangen, die vier Monate ihr Projekt verfolgen durften, ehe die Stadtverordneten dann doch wieder ein Veto einlegten. Immerhin: Angesichts der veranschlagten Kosten war man irgendwann auf die Idee gekommen, Fördermöglichkeiten vom Land auszuloten. Und weil klar wurde, dass es keine geben würde, ist zumindest die Entscheidung – nicht aber deren langwieriger Prozess – nachvollziehbar.

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