Archiv der Kategorie: Presseartikel

Erntedank mit Kürbissuppe

Stormarner Tageblatt   01.10.2018

Die Oldesloer Marktgemeinschaft feiert ihr Erntedankfest mit herbstlich dekorierten Ständen und vielen Kostproben

Bad Oldesloe Kürbisse, Sonnenblumen, Heidepflanzen und Mais, und geschmückter Gänselieselbrunnen boten alles Schöne fürs Auge, was zum Herbst gehört. Die Marktgemeinschaft hatte zum Erntedankfest geladen. srp

Susanne Rohde Bad Oldesloe Kürbisse, Sonnenblumen, Heide- und Maispflanzen – der bunt geschmückte Gänselieselbrunnen bot zur Marktzeit alles Schöne fürs Auge, was so zum Herbst gehört. Die Marktgemeinschaft Bad Oldesloe hatte zu ihrem traditionellen Erntedankfest geladen und sich einiges einfallen lassen, um den Wochenmarkt mal ganz besonders zu feiern.

Der Hof Wilken bot leckere Kürbissuppe aus Porzellantassen mit der Aufschrift „Iss frisch“ an. Der unschlagbare Preis von nur einem Euro pro Tasse lockte viele Marktbesucher an, wie auch Dr. Klaus Klingner (Foto), der sich die gut gewürzte heiße Kürbissuppe nicht entgehen lassen wollte und sich zu Füßen der mit einem Blumenkranz geschmückten Gänseliesel niederließ. Bei Willi Nagel konnten sich die Marktkunden durch viele Apfelsorten schmecken, die der Marktmeister essfertig in kleinen Stücken auf Tellern vor seinem langen Obststand anbot. Außerdem gab es kostenlosen heißen Apfelsaft zum Aufwärmen. Fast alle Marktstände waren herbstlich dekoriert und boten kleine Schmankerln und Kostproben an. Auch die Wollsocken und Mützen der Oldesloer Wollschwalben waren sehr begehrt. Helga Denkelmann freute sich über eine klingende Kasse, die wieder für einen guten Zweck gefüllt wurde. Wegen des Feiertags „Tag der Deutschen Einheit“ am kommenden Mittwoch ist der nächste Wochenmarkt bereits am morgigen Dienstag, 2. Oktober, jedoch in etwas abgespeckter Form. „Für mich lohnt sich die weite Anreise nicht, ich habe genug zu tun auf meinem Hof mit meiner Äpfeln“, so Willi Nagel, der sich in diesem Jahr über eine überreiche Ernte freuen kann.

 

 

 
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Einst Prunkstück, jetzt Problemfall

Stormarner Tageblatt   01.10.2018

Die Oldesloer Festhalle entspricht längst nicht mehr den Anforderungen / Neubau an gleicher Stelle oder Sanierung?

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Sie war mal Fixpunkt der lokalen Kultur- und Theaterszene, mittlerweile ist sie in die Jahre gekommen, bekannte Künstler stehen hier nicht mehr auf der Bühne: Die Oldesloer Festhalle ist zu einem Problemfall geworden – Zukunft ungewiss. Allein in den Brandschutz müsste viel investiert werden. Auch die technische Ausstattung und die Räume hinter der Bühne sind so veraltet, dass man sie Tourneetheatern und auswärtigen Produktionen nicht mehr zumuten kann.

„Wir haben immer vorgewarnt, aber manche, die hier auftreten wollten, wollten es wohl nicht glauben. Vor Ort waren viele dann mit dem Zustand mehr einverstanden. Daher haben wir uns vor Monaten entschieden, keine auswärtigen Veranstalter mehr in die Festhalle zu lassen“, sagt Bürgermeister Jörg Lembke. Die Oldesloer Bühne – deren Heimat einst die Festhalle war – spielt im Saal des Kultur- und Bildungszentrums (Kub) und bald auch in der Kub-Theaterwerkstatt im Hause, die so hergerichtet werden soll, dass Aufführungen über die Bühne gehen können.

Wer will oder darf künftig also die Festhalle nutzen? Unbestritten ist, dass die Festhalle im Gesamtkonzept der lokalen Kulturstätten eingeplant war, als das Kub geplant wurde. Aus diesem Grund wurde der Kub-Saal mit nur rund 200 Plätzen ausgestattet. Größere Events sollten nämlich weiterhin in der Festhalle stattfinden.

Undenkbar schien es, dass das Gebäude – das bei vielen älteren Oldesloern weiterhin überaus beliebt ist – gar ein ganz neues Gesicht bekommt. Denn jetzt taucht die Festhalle gar als eine Art Verhandlungsmasse im Rahmen von Planungen für Schulzentrum-Erweiterung auf. „Warum können wir die Festhalle nicht besser in die Schule integrieren? Sie muss ja nicht ganz als Veranstaltungsort wegfallen. Wenn wir sowieso die Ida-Ehre-Schule überplanen, frage ich, warum der Architekt dann nicht auch die Festhalle gleich mit eingeplant hat. Die ist in der jetzigen Form doch nicht mehr zeitgemäß“, bekundet die Stadtverordnete Anita Klahn (FDP).

„Wir wollen die Festhalle nicht ganz abschaffen, aber man müsste schon fragen, in welcher Form man sie braucht und ob es nicht günstiger wäre, man reißt sie ab und baut sie so neu, dass sie auch für das Schulzentrum besser nutzbar ist und zugleich praktischer und moderner“, sagt Tom Winter (Familienpartei). So könnte zum Beispiel die Mensa viel besser angeschlossen werden, dadurch falle dann das Foyer mit seinem Cateringbereich weg, was wiederum Raumgewinn für die Schule bedeuten könne.

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Betrachtungen zum Wochenausklang: Das ist ja schlau eingefädelt

Stormarner Tageblatt   29.09.2018

Stormarner Wochenschau

Das ist ja schlau eingefädelt

Megi Balzer
Megi Balzer

Raus Jetzt ist es amtlich: Die Mieter im Oldesloer Bürgerhaus haben am Donnerstag die Kündigungen im Postkasten vorgefunden. Nur durch einen zweifelhaften Griff in die Trickkiste, in dem er einen Dringlichkeitsbeschluss kassierte, hat er verhindern können, dass die Stadtverordneten schon diese Woche seinem Alleingang Einhalt gebieten. Da entsteht der Stadt massiver Schaden, denn das Signal, was mit der Umwandlung des Bürgerhauses ist verheerend: Wenn es dem Bürgermeister nicht passt, bekommen Ehrenamtler schnell mal einen Tritt in den Allerwertesten. Dabei sollte doch inzwischen jeder wissen, dass die sogenannten „weichen Standortfaktoren“ mindestens so wichtig sind, wie die vermeintlich harten.

Okay, wenn denn nächsten Monat tatsächlich das Bürgerhaus mit eindeutigen Beschlüssen „gerettet“ wird, lassen sich die Kündigungen immer noch zurücknehmen, aber der Schaden ist erst mal angerichtet.

Nur der Vollständigkeit halber: Damit ist nicht gesagt, dass die Verwaltung keinen Raumbedarf mehr hat. Aber den muss der Bürgermeister darlegen, im besten Fall hat er auch schon ein Plan was dagegen getan werden kann und dann wird im Einvernehmen mit der Politik ein Beschluss gefasst. Denn Aufgabe des Bürgermeisters ist es nicht, Politik zu machen, sondern gefasste Beschlüsse umzusetzen.

Rüber Ein Pilotprojekt soll es jetzt also richten. Das gute alte Reißverschluss-System hat offenbar ausgedient. Bislang galt: Bis ganz vorne durchfahren und erst dann einfädeln – einer links, einer rechts … Hält sich keiner dran, denn auf der jeweils anderen Spur geht es grundsätzlich schneller voran. Also wird munter gewechselt. Das Ergebnis kennen wir: Es staut sich.

Was also eh schon jeder praktiziert hat, wird uns als neuartig und grandiose Lösung des Problems verkauft, natürlich wissenschaftlich fundiert und bloß schlappe 120 000 Euro teuer . Meister Nadelöhr lässt grüßen.

Rein Tageblatt gelesen, ist so gut wie dabei gewesen. Das gilt natürlich auch für unsere Homepage. Deshalb können sich all jene glücklich schätzen, die den Artikel im Print oder online über die bevorstehende Straßensperrung zwischen Alt- und Neufresenburg gelesen haben. Deckenerneuerung. Gudrun Timmann hat ihn entdeckt, ist aber trotzdem sauer. Aber nicht auf uns. „Wir brauchen dann von Poggensee zum Bahnhof zukünftig eine Dreiviertelstunde“, sagt sie angesichts er geplanten Umleitungen. Ein Großteil, so befürchtet sie, werde das erst Montagmorgen vor der Absperrung merken. Weil es sich um eine Kreisstraße handelt, vermutete sie, dass der Kreis zuständig sei. Dort wollte sie anregen, die betroffenen Anlieger doch mit Wurfzetteln zu informieren. Aber bei der Kreisverwaltung, so ihre Aussage, wusste man von nichts. Das wundert nicht weiter, schließlich ist ja auch das Straßenbauamt in Lübeck zuständig. Und die haben ja mehr das Einfädeln als Öffentlichkeitsarbeit im Fokus.

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Hier zu Hause: Stammtisch im „Kandelar“

Stormarner Tageblatt   29.09.2018

Stammtisch im „Kandelar“

Bad Oldesloe Der CDU-Stammtisch trifft sich am kommenden Montag, 1. Oktober, um 15.30 Uhr im Café Kandelar in der Hamburger Straße 15. In der Reihe „Vorstellung der neuen CDU-Stadtverordneten“ stellt sich diesmal Lajoscha Rausch vor. Gäste sind willkommen. st

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Machtspiel ums Bürgerhaus

Stormarner Tageblatt   26.09.2018

Bürgermeister kassiert Dringlichkeitsbeschluss der Stadtverordneten und verhindert Diskussion

Patrick Niemeier und Andreas Olbertz Bad Oldesloe Der Streit zwischen Politik und Bürgermeister Jörg Lembke erreicht die nächste Eskalationsstufe. Hajo Krage stellte in der Stadtverordnetenversammlung einen Dringlichkeitsantrag. Die SPD wollte über die Zukunft des Bürgerhauses beraten, weil der Bürgermeister bekanntlich den Mietern im ersten Stock kündigen will, um dort Büros für die Verwaltung einzurichten – gegen den erklärten willen der Lokalpolitiker.

Die Dringlichkeit sei nur gerechtfertigt, wenn der Stadt Nachteile entstünden. „Ich sehe keine Nachteile“, argumentierte Lembke. Eine Beratung im November sei völlig ausreichend. Das sahen Hajo Krage und Hendrik Holtz aber ganz anders. Wenn zahlenden Mietern gekündigt werde, entstehe der Stadt sehr wohl ein Nachteil, ganz zu schweigen vom Image-Schaden für Bad Oldesloe. Mit 26 Ja-Stimmen nahm der Antrag deutlich die geforderte Zwei-Drittel-Hürde. Das Thema wurde trotzdem nicht auf die Tagesordnung genommen, weil der Bürgermeister ihn sofort einkassierte. Über das Bürgerhaus wird jetzt, fristgerecht beantragt von der SPD, auf der nächsten Sitzung des Sozialausschusses beraten.

„Es geht nicht mehr um die Sache, das ist ein Machtspiel zwischen dem Bürgermeister mit der Verwaltung und den Politiker. Das ist nicht zum Wohle der Stadt“, kritisierte Wolfgang Schmidt (Freie Wähler) die Entwicklung.

Im Hauptausschuss hatte sich bereits Inke Stäcker als Sprecherin der Nutzer zu Wort gemeldet. „Es ist gut, dass das Bürgerhaus ein Programm für Senioren im Erdgeschoss bietet. Aber das Bürgerhaus ist gedacht als Ort, der für alle Generationen und Bürger der Stadt offen ist“, erklärte sie. Das Haus sei vor zwei Jahrzehnten auch mit Landesmitteln renoviert worden und ganz eindeutig für seinen heutigen Zweck ausgelegt worden. Eine Umwidmung für Verwaltungsnutzung sehen die Vereine daher als Eklat an. „Dass wir aus der Zeitung erfahren mussten, dass uns nun wohl tatsächlich gekündigt wird, können wir so nicht hinnehmen“, so Stäcker. Ob Hospizverein, Bewährungshilfe, Pro Familia oder auch die Oldesloer Musikschule – die Organisationen bräuchten diese Räume dringend.

Entgegen der Darstellung der Verwaltung seien noch keine neuen, praktikablen Lösungen gefunden. „Uns wurden Räume im Gebäude ‚Am Markt 2‘ angeboten. Die sind für unsere Bedürfnisse vollkommen unangemessen und zu teuer“, führte unke Stäcker aus. „Warum geht denn die Verwaltung dort nicht rein? Nur die Räume im Bürgerhaus reichen doch sowieso nicht“, so Stäcker weiter. Es kursiert ein Gerücht, dass die Stadt das Gebäude in der Mühlenstraße in dem das Stormarner Tageblatt beheimatet ist, kaufen will. Doch dazu gibt es keine Stellungnahme von der Verwaltung, weil es schützenswerte Interessen Dritter gebe.

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